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Gesundheit

Dann doch lieber rauchen?


„Meine Frau hat versucht das Rauchen aufzugeben, als Hilfsmittel hat sie das Präparat Zyban eingenommen und zusätzlich auch Akupunktur bekommen. Sie hat einige Wochen nicht geraucht, hatte es aber doch nicht ausgehalten und wieder angefangen.“ Diese Nachricht kam heute als E-Mail. Warum ist das so?
Viele werden denken, die Entzugserscheinungen seien offensichtlich
sehr stark gewesen, die Frau habe nichts dagegen tun können. Bei dem Wort Entzugserscheinungen denkt man an Qualen des Körpers, die er erdulden muss, wenn ihm ein Stoff entzogen wird, nach dem er süchtig ist. Diese Problematik gibt es, aber nicht beim Rauchen. Der körperliche Entzug vom Nikotin ist nur ein ganz kleines Problem. Die meisten Raucher erleben ihn jede Nacht, indem sie 6 oder sogar 10 Stunden nicht rauchen. In dieser Zeit hat der Körper fast alles Nikotin abgebaut, ohne dass der Raucher es bemerkt hat. Wenn man sogar einige Wochen nicht geraucht hat, gibt es keinen körperlichen Entzug mehr. Er ist abgeschlossen.

Trotzdem leiden viele Ex-Raucher auch nach Monaten immer schlimmer werdende Qualen, greifen zu Medikamenten, versuchen sich von Rauch-Gefahrensituationen fern zu halten, werden mürrisch, kommen von Tag zu Tag schlechter drauf, bis die Nichtraucher-Motivation sich ins Gegenteil verkehrt und zu dem Schluss führt, dass ein Leben ohne Zigarette unerträglich ist, dann eben nicht so lange leben und lieber wieder rauchen. Zigarette an – Versuch gescheitert.

Warum ist das so? Rauchen täuscht den Verstand. Wie alle Suchtmittel ist auch die Zigarette in der Lage, dem Süchtigen „hilfreich“ zu scheinen. Rauchen hilft bei Konzentrationsmangel, Langeweile, Angst, Einsamkeit, Freude, Stress, Gemütlichkeit, Geselligkeit, überhaupt bei allem und immer – glaubt der Raucher. Deshalb delegiert er im Laufe der Jahre immer mehr Bereiche seines Lebens an das Rauchen. Läuft etwas nicht so, wie es soll, erstmal eine rauchen. Ist etwas besonders gut oder schlecht, erstmal eine rauchen. Im Vergleich zum Nichtraucher verlernt der Raucher immer mehr, sich tatsächlich mit den Dingen auseinander zu setzen. „Allroundmittel“ Zigarette gleicht alles aus.

So entwickelt der Raucher eine sehr starke psychische Abhängigkeit. Ohne Zigarette ist das Leben für ihn schwer. An allen Ecken und Enden fehlt ihm die gewohnte Krücke. Langsam macht sich Panik in ihm breit. Er glaubt, es nicht ohne Zigarette schaffen zu können. Er hat Angst, ohne Zigarette leben zu müssen. Panik und Angst führen zu körperlichen Symptomen, die man dann mit klassischen Entzugserscheinungen verwechselt.

Bevor ein Raucher wieder frei sein kann, muss er lernen, sein Leben, ganz besonders sein Gefühlsleben, ohne Zigarette zu gestalten. Schritt für Schritt muss er die Verantwortung wieder übernehmen. Mit der richtigen Einstellung und Begleitung ist der Weg dahin trotz aller Unbequemlichkeit sogar schön. Jeden Tag erobert man einen Teil seines Lebens zurück. Sicher ist es bisweilen anstrengender, sich mit den eigenen Gefühlen zu beschäftigen, als sie zu zerrauchen. Aber es ist, als wachte man aus einem Winterschlaf auf. Die Bewegungen schmerzen zunächst noch ein wenig, aber schon bald überwiegen Agilität und Lebensfreude.

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