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Gesundheit

Rauchen gefährlicher als bisher angenommen


Rauchen ist jüngsten Erkenntnissen zufolge noch weitaus gefährlicher als bisher angenommen. Darauf weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Köln hin. Sie beruft sich dabei auf einen Bericht der Obersten Amerikanischen Gesundheitsbehörde in den USA. Diesem zufolge
gibt es kaum ein menschliches Organ, dass durch das Rauchen nicht geschädigt wird. Neben den bekannten Gefahren kann der «blaue Dunst» auch zu Blut-, Magen-, Nieren- und Bauchspeicheldrüsenkrebs führen. Zudem ist ein Zusammenhang zwischen dem Rauchen und dem Auftreten von Problemen im Verlauf von Diabeteserkrankungen, Hüftgelenkbrüchen und erhöhten Wundinfektionen nach Operationen nachgewiesen worden. Vermutet wird, dass Raucher einem erhöhten Risiko unterliegen, Augenerkrankungen bis hin zu Erblindungen zu erleiden.
In Deutschland sind nach BZgA-Angaben seit Beginn des Jahres 2000 mehr als 500 000 Menschen an den Folgen ihres Tabakkonsums gestorben. Insgesamt greifen zurzeit gut 27 Prozent aller Einwohner Deutschlands im Alter ab 15 Jahren regelmäßig zu Zigaretten.

Raucher sterben zehn Jahre früher

Raucher sterben einer britischen Langzeitstudie zufolge durchschnittlich zehn Jahre früher als Nichtraucher. Gleichzeitig ergab die Untersuchung, dass es sich in jedem Alter lohnt, aufzuhören, schreibt das «British Medical Journal».
Das oft gehörte Raucher-Argument «Bei mir ist ja doch nichts mehr retten» stimmt demnach nicht. Die im Magazin veröffentlichte Untersuchung erstreckte sich über einen Zeitraum von 50 Jahren. Beteiligt waren 34 439 männliche britische Ärzte, die zwischen 1900 und 1930 geboren worden waren. 1951 wurden sie erstmals gebeten, Auskunft über ihre Rauchgewohnheiten und andere Lebensumstände zu geben. Das wiederholte sich im Abstand von einigen Jahren.
Männer, die nie rauchten, lebten den Angaben zufolge im Durchschnitt zehn Jahre länger als solche, die den größten Teil ihres Lebens geraucht hatten. Dies bestätigte frühere Studien. Überraschend ist nach Meinung der Forscher folgendes Ergebnis: Wer das Rauchen mit spätestens 30 Jahren aufgab, lebte genauso lange wie diejenigen, die nie geraucht hatten. Männer, die vor dem 40. Lebensjahr von den Zigaretten losgekommen waren, lebten im Durchschnitt nur ein Jahr kürzer als lebenslange Nichtraucher.
An der Studie waren mehrere ausgewiesene Experten beteiligt, unter anderem Sir Richard Peto, Professor für medizinische Statistik an der Universität Oxford, und der heute 91-jährige Sir Richard Doll, der die Untersuchung von Anfang an begleitet hat. Er war einer der ersten, die in den 50er Jahren einen Zusammenhang zwischen Rauchen und vorzeitigem Tod nachweisen konnten.

Gefährliches Passivrauchen

Ungeborene und Kinder sind dem Passivrauchen hilflos ausgeliefert. Nach Angaben des Bundesamts für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) tragen sie ein großes Risiko. "Raucht die werdende Mutter während der Schwangerschaft, gibt es für das ungeborene Kind kein Entrinnen", warnte BZgA am Donnerstag in Köln. Mehr als 4000 verschiedene Giftstoffe sind in Zigaretten enthalten. Über die Nabelschnur gelangen sie in den Körper des Kindes. Das Risiko von Missbildungen, Totgeburten oder plötzlichem Kindstod steigt durch Passivrauchen erheblich an.
"Außerdem nehmen Kleinkinder in Relation zu ihrem Körpergewicht mehr Atemluft auf als Erwachsene", warnte das BZgA. Dadurch sei auch die Menge der Gifte verhältnismäßig größer als bei älteren Passivrauchern.

Blasenkrebs-Vorsorge für Raucher ab 50 ratsam

Raucher sollten sich ab dem 50. Lebensjahr vorsorglich auf Blasenkrebs untersuchen lassen. Sie gehörten zu den Risikogruppen, da Zigarettenqualm aromatische Amine enthält, warnt der Selbsthilfe-Bund Blasenkrebs in Berlin.
Diese chemischen Verbindungen gelten als eine der Hauptursachen für die 16 000 neuen Fälle von Blasenkrebs pro Jahr in Deutschland. Eine Vorsorgeuntersuchung ist nach Einschätzung der Selbsthilfe-Organisation um so wichtiger, da Blasenkrebs im Anfangsstadium nahezu keine Beschwerden verursacht. Dadurch wüchsen die Tumore oft über Jahre unbemerkt. Wenn Betroffene erste Anzeichen wie Blut im Urin oder Schmerzen beim Wasserlassen bemerken, sei es für eine erfolgreiche Behandlung häufig zu spät, da der Krebs bereits in tiefere Schichten der Blase vorgewachsen sein kann.
Wird die Erkrankung dagegen im Anfangsstadium erkannt, seien die Heilungschancen sehr gut, so der Selbsthilfe-Bund. Ein einfacher Urintest sei bereits ausreichend: In 70 bis 80 Prozent der Fälle werde damit der Blasenkrebs vor möglichen Symptomen erkannt. Der Test weist ein spezielles Protein nach, das von Tumorzellen des Blasenkrebses gebildet wird. Die Untersuchung kann in der Arztpraxis erfolgen und liefert nach 30 Minuten das Ergebnis.

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