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Ratgeber

Übersehene Arthritis bei Kindern


An Rheuma denken nur wenige Eltern, wenn das Kind beim Fassen und Festhalten von Gegenständen Probleme hat oder über Schmerzen in den Gelenken klagt. Bei Kindern wird Rheuma oft nicht vermutet und deshalb auch selten als Ursache der genannten Beschwerden
erkannt, zumal diese Erkrankung im Kindesalter auch eher spärlich auftritt.
Endet eine Untersuchung jedoch mit dieser Diagnose, werden die Eltern schnell mit enormen Problemen konfrontiert. Zum einen müssen spezialisierte Therapeuten, Fachärzte und Ansprechpartner, über größere örtliche Entfernungen hin, mühsam gefunden werden und zu regelmäßigen Behandlungen aufgesucht werden, was oft nur mit einem enormen Kosten- und Zeitfaktor zu ermöglichen ist. Zum anderen können sich betroffene Familien selten auf die Unterstützung und das Verständnis ihrer Umwelt verlassen. Da eine normale Treppe für ein Kind mit Rheuma schnell zum unüberwindbaren Hindernis mutiert, wird es in der Schule oft noch zum Außenseiter. Eine integrative Einrichtung mit Behandlungsmöglichkeiten wäre in diesem Fall zu empfehlen, wird aber nicht leicht zu finden sein. Der erste Ansprechpartner bei einer Erkrankung ist meistens der behandelnde Kinderarzt. Kann dieser jedoch, auch nach Wochen, noch keine eindeutige Diagnose stellen, sollten Sie sich von einem anderen Arzt eine zweite Meinung einholen und Ihr Kind in einer Kinderrheumatologischen Fachklinik oder einer Kinder-Abteilung in einer Rheuma-Klinik vorstellen.
Die Arthritis ist die häufigste rheumatische Erkrankung im Kindesalter; dabei schwillt durch eine Entzündung die Innenhaut des Gelenks an und produziert vermehrt Gelenkflüssigkeit. Warme, geschwollene und schmerzende Gelenke sind dafür erste Erkennungszeichen; allerdings sollte stets die gesamte Körpersprache des Kindes erfasst werden, da diese selten detailgenau ihre Schmerzen äußern.
Dauert die Entzündung länger an, kann dies zur Schädigung von Knorpel, Knochen, Sehnen und Bändern führen. Mediziner sprechen bei einer Erkrankung von mehr als sechs Wochen von einer chronischen Verlaufsform, welche auch als juvenile chronische Arthritis oder juvenile idiopathische Arthritis bezeichnet wird.
Als mögliche Ursache einer Gelenkentzündung sollte vom behandelnden Arzt jedoch vorher eine behandelbare Erkrankung wie Lyme-Borreliose oder gar Leukämie ausgeschlossen werden.
Die Behandlung einer juvenilen Arthritis erfolgt problemorientiert, je nach Entzündungsstufe und setzt sich aus mehreren Facetten zusammen. Durch Kühlung der schmerzenden Gelenke erreicht man ein Abklingen der Schwellung und mit nicht-steroidalen Antirheumatika können gefühlte Schmerzen gelindert werden. Da bei dieser Erkrankung parallel häufig eine ohne Symptome verlaufende Regenbogenhautentzündung auftritt, welche im Extremfall zur Erblindung führen kann, sollte auch ein Augenarzt hinzugezogen werden. Begleitet wird eine Arthritis-Therapie oft mit einer verordneten Physiotherapie und dazu ergänzender Ergotherapie. Dadurch werden Verspannungen gelöst, die Muskulatur gekräftigt, Fehlstellungen vermieden, die Gelenkigkeit verbessert und eine Versteifung der betroffenen Gelenke verhindert.
Quelle: rheuma-liga.de/rheumakids.de/kinderrheuma.com/gmx

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